Offener Anfang

Seit Beginn des Schuljahres 2011/12 wird an der Luitpoldschule der so genannte Offene Anfang praktiziert. Diese Art des Schulbeginns passt optimal zur Arbeit der Schule. Der interessierten Leserin und natürlich auch dem interessierten Leser soll hier kurz der Sinn und die Konzeption des Offenen Anfangs an unserer Schule beschrieben werden:
Die Art des Ankommens ist bedeutsam für den Ablauf des weiteren Schultages. Wer verstört ankommt, wird mit Lernstörungen auffallen. Wer ein hohes Kommunikationsbedürfnis über die Ereignisse des Vortages, des Vorabends, des frühen Morgens – möglicherweise auch der Nacht – hat, wird sich darüber austauschen wollen, bevor schulische Lerninhalte zu ihrem Recht kommen.
Der Offene Anfang schafft Raum und Zeit für ein gutes Ankommen, für das Abreagieren all dessen, was Kinder davon abhält, sich intensiv und wohlwollend den Dingen, Inhalten und Menschen zuzuwenden. Der Offene Anfang ist darum die vernünftige Alternative zu einem zeitlichen Fallbeil, das rücksichtslos startet, obwohl eine mentale Ankunft noch nicht stattgefunden hat. Er ist die Gleitzeit, die zur schulischen Gelingenszeit hinführt.
Die Kinder können ab 7.45 Uhr in das Schulgebäude hinein und gehen in ihr Klassenzimmer (bzw. in den jeweiligen Fachraum). Somit können sie vor dem Unterricht mit Freunden zusammen sein oder sich mit der Lehrerin austauschen. Sie können malen, basteln oder – je nach Bedürfnis – noch etwas vor sich hin träumen. Ganz Eifrige lösen schon um 7.45 Uhr Aufgaben aus dem Wochenplan oder beschäftigen sich mit Freiarbeitsmaterialien. So kann jedes Kind sein Ankommen individuell gestalten.
Die Kinder werden in dieser Zeit von einer Lehrerin oder einem Lehrer beaufsichtigt, welche/r in der Regel in der ersten Stunde auch den Unterricht in der Klasse oder Gruppe hat.
Kinder, die in der Betreuung angemeldet sind, können natürlich auch schon um 7.45 Uhr in ihr Klassenzimmer gehen. Sie haben aber auch die Möglichkeit bis kurz vor 8.00 Uhr im Betreuungsraum zu bleiben.